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...auf und ab mit einem dickköpfigen  Russell-Terrier!

Sonntag, 30.März 2008, Frühlingsprüfung in Wädenswil
der Hundeführer ist nervös, kennt er doch seinen Partner und weiss um dessen Streiche. Nach Kaffee, Gipfeli und Einführung gehts für die Nasenarbeit auf ein benachbartes Feld. 16 Begleithunde 1, aufgeteilt in zwei Gruppen. Keiner so klein und zappelig wie Pablo. Die Eigenfährte hat er noch nie ohne "Gudis" gemacht. Während Pia die Fährte legt versuche ich mit Pablo im Auto in seiner Box mit einem kurzen Nickerchen ein wenig Ruhe zu schaffen. Doch unser Partner merkt jedesmal wenn wir mit dem Wagen, am Morgen früh irgendwohin fahren, das Etwas angesagt ist. Mit nervösen Winseln gibt er seine Ungeduld preis.
Mit dem Färtengställtli und langer Leine gehts los. Wir sind Nummer sieben. Einige vor uns haben die 70 Punkte auch nicht geschafft. Mauslöcher, umherschleichende Katzen und so weiter. Alles was Pablo neben Fährtensuche auch mag.Das Herz klopft bis in die Haarspitzen. Dann gehts los, korrektes Anmelden beim Richter, Pablo an die Fährte führen, los, such. Als wenn er noch nie Etwas anderes gemacht hätte berührt er mit seiner Nase jeden Schritt der Spur, der Winkel, ein wenig abgekürzt (laut Richter aber auf den Gegenwind zurückzuführen da sein Stumpenrauch Ihm auch ins Gesicht wehte). Den Gegenstand, ein Holzstück, verweist unser Pablo im Platz ohne all die Mätzchen die er sonst immer macht.Na ja noch ein kurzes abschlecken, wir wollen doch nicht die volle Punktezahl holen, ich bin doch Parson Russell Terrier.
91 Punkte
Freies Abliegen(5Min), unsere nächste Zitterübung. Im Training kein Problem an vergangenen Prüfungen jedesmal aufgestanden und die anderen Hunde zum Spielen aufgefordert. Letztes mal als er zwischen zwei Schäferhunden Platz machen musste stand er auch auf. Als aber der Schäfer neben Pablo ihn mit bösem Blick fixierte stand er fünf Minuten wie aus Stein gehauen da. Doch dieses Mal ist nur ein deutscher Schäfer neben ihm, auf der anderen Seite ein Retriever. Als hätten wir es geahnt, nach etwas mehr als einer Minute kann man doch mit dem netten Hund ein kleines Spiel wagen. Auf zusätzlichen Befehl legt sich unser Lausbueb wieder hin, doch die Punkte sind weg. Das heisst den Rest der Unterordnung muss sitzen. Apportieren perfekt, Leinenführigkeit gut. Setzen, legen,.. na ja . Wir sind nervös.
70 Punkte, gerade noch geschafft.
Führigkeit, also das macht er. Der Tag ist mittlerweile lang. Das lange Training sollte sich doch einmal auszeichnen. Jetzt nur keine Hündin wittern. Unser Macho lässt sich bei einer gut duftenden Hundedame fast nicht mehr abrufen. Und tatsächlich läuft ihm eine über den Weg die zusagt. Ihr Duft wird genüsslich durch vibrierende Lippen und Nase gezogen. NEIN, bitte nicht. Beim durchgehen der Personengruppe muss noch schnell der Kopf gewendet werden. Irgendwo muss Sie doch sein. Sitz, bitte bleib sitzen. Abrufen. Perfekt. Pablo ist am kämpfen. Immer wieder der Blick Richtung verführerischen Hundedame. Schnell noch Hoch und Weitsprung bevor er es sich anders überlegt. Gut, geschafft.
82 Punkte

Total 243 Punkte, AKZ geschafft. Uns fällt ein Stein vom Herzen. Der Suppentopf in China bleibt Pablo erspart.
Warum treibt unser Clown uns immer wieder an den Rand des Wahnsinns.